Treffen Dezember 2020 / Januar 2021

Liebe Mitglieder und Freunde der BI Pro Altenlingener Forst e.V.,

Auf Grund der Corona Beschränkungen kann unser vorweihnachtliches Treffen am 8.Dez. nicht stattfinden!

Hoffen wir, dass wir uns im Januar wieder können am:

Dienstag 12. Januar 2021, 20:00 in Bürgerhaus HKT. Jägerstr. 19

Gäste sind herzlich willkommen.

Rainer Schäfer
(1. Vors.)

Waldspaziergang mit Altenlingenern Grundschülern

Für Sonntag den 01. September 2019 hatte die Bürgerinitiative Schüler der Klassen 2-4 zu einem Waldspaziergang unter Leitung der Waldpädagogin Frau Cornelia (Conny) Köster eingeladen.
Bei bestem Wetter fanden sich an dem Sonntag Nachmittag 13 Schüler mit je einem Elternteil sowie Mitglieder der BI mit weiteren Kindern ein.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung übernahm Frau Köster das Kommando und führte die Kinder plus Anhang in den Al-Forst, um dort die Augen der Kinder auf die meist unbeachteten  kleinen und auch größeren Lebewesen und Pfanzen zu lenken, wie z.B. den Mistkäfer, die Spechthöhlen oder die vielen Schattierungen von Grün, die Anzahl die Palette der RAL Töne weit übersteigt. Nach Erklimmen des Schweineberges wurde auf dem Gipfel eine Verschnaufpause für Klein und Groß eingelegt; Gelegenheit für einen Schluck Wasser oder Apfelschorle und etwas zum Knabbern. Danach ging es weiter immer unterbrochen durch Stops mit Erklärungen oder Aufgaben von Conny Köster. Nach ca. 2 Stunden erreichten alle „Waldspürnasen“ und die älteren“Waldläufer/innen“wieder wohlbehalten und hoch zufrieden  den Ausgangsort hinter dem Altenlingener Bolzplatz.

Unser Dank an alle Kinder, Frau Köster, die Eltern und Frau Theusz von der Grundschule Altenlingen für diesen gelungenen September Sonntagnachmittag.

Diue Lingener Tagespost berichtete am 7. Sept.: https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1863557/kinder-entdecken-den-altenlingener-forst-mit-anderen-augen

 

 

10 Jahre „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst“

Unsere Historie:  2009 beschloss der Lingener Rat die Bebauungspläne zur Entwicklung eines Gewerbe- und Industriegebietes im Wald zwischen Waldstraße und Bahn einschließlich einer Umgehungsstraße von der Ulanenstraße bis zum Dortmund-Emskanal quer durch den Altenlingener Forst. Der Plan sah damals vor, hier eine Betriebsstätte der Chemiefirma Hagedorn zu errichten. Das sofortige Abholzen von 6,1 ha Schutzwald, teilweise nachts ausgeführt, führte zu heftigen Protesten der Bürger aus Altenlingen und Heukampstannen. Dies war die Geburtsstunde der „BI Pro Altenlingener Forst“.

Was wurde erreicht?  Alle Versuche, mit der Stadt zu sprechen, sowohl vor als auch nach der übereilten Abholzung, führten zu keinem Ergebnis. Die BI reichte darauf hin Normenkontrollklage gegen die Bebauungspläne ein – ein Novum in Lingen. Unbeirrt davon schuf die Stadtverwaltung weiter „vollendete Tatsachen“, indem sie Versorgungsleitungen im geplanten Industriegebiet verlegte. Erst 2012 erging das Urteil des Oberverwaltungsgerichts, Lüneburg das der BI weitgehend Recht gab.

Was hat sich daraus entwickelt?  Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet wurde für nichtig erklärt und musste von der Stadt Lingen geheilt werden, unter verringerter Fläche und mit veränderter Nutzung. Hier hat inzwischen die BP ihr neues Verwaltungsgebäude mit Labor, Werkstätten und Feuerwehr errichtet – mit Zustimmung der BI. Natürlich wäre uns die Wiederaufforstung lieber gewesen. Allerdings bestand die Aussicht, dass der Neubau dann an anderer Stelle in noch bestehendem Wald realisiert werden könnte. Es sei an dieser Stelle betont, dass sich die Aktivitäten der BI nie gegen die BP Raffinerie, als wichtigem Arbeitgeber in der Stadt, gerichtet haben. –Die Forderung der BI auf entsprechende Anpassung des Flächennutzungsplanes wird allerdings bis heute von der Stadt Lingen mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt.

Der größere Zusammenhang:  Der Klimawandel und die Notwendigkeit ihm entgegen zu wirken, ist heute in aller Munde. Nicht erst die Jugendbewegung „Fridays for Future“ hat dem Thema „Wald als CO2-Speicher“ besondere Brisanz verliehen. Es hat auch die „große Politik“ erreicht. Selbst die Lingener Stadtverwaltung sieht sich inzwischen als obersten Waldschützer, wenn man einer Reihe von aktuellen Zeitungsberichten glauben darf. Was aber nicht für das Industriegebiet Süd zutrifft, denn dort wurde erst kürzlich ein weiteres Waldstück gerodet und in Zuge der Planung bzgl. einer „Wasserstofffabrik“ soll weiterer Wald fallen.

Was tun wir jetzt?  Auch nach 10 Jahren Bürgerinitiative bleibt es notwendig, den heute noch bestehenden stadtnahen Altenlingener Forst in seiner verbliebenen Größe zu schützen und zu erhalten. Deshalb bleiben wir sensibel und verfolgen alle Aktivitäten der Stadtverwaltung aufmerksam. Es dürfen hier nicht wieder vollendete Tatsachen geschaffen werden ohne das Wissen oder gar gegen den Willen der Bürgerschaft der nahe gelegenen Stadtteile.  –  Es bleibt unser Appell an Verwaltung, Stadtrat sowie die Eigentümer des Waldes (Stadt Lingen, Landesforsten und die BP), mit dieser für die Lebensqualität so wichtigen Ressource in unserer direkten Nachbarschaft sorgsam und pfleglich umzugehen.

Erhaltet unseren Wald um auch in der Zukunft ein lebenswertes Umfeld, ja eine lebenswerte Welt zu haben!

 

Die BI Pro Altenlingener Forst e.V. ist ein eingetragener Verein. Alle Aktivitäten sind ehrenamtlich, Rechtsberatung und Veranstaltungen werden aus Beiträgen und Spenden finanziert. Neue Mitglieder und/oder Spenden sind stets willkommen

10 Jahre „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst“

Pressemitteiliung an den LT vom13. Febr. 2009

Im Januar 2009 wurden Pläne der Stadt Lingen bekannt, Teile des Altenlingener Forstes in ein Industrie- / Gewerbegebiet umzuwandeln. Spontan fanden sich daraufhin am 31. Januar zahlreiche Bürger aus den benachbarten Stadtgebieten Heukampstannen und Altenliegen an einem Sonntagnachmittag zu einem Protest am Hohenpfortenweg zusammen. Nach einer Führung durch den damals noch relativ unberührten Altholzbestand traf man sich im Bürgerhaus Heukampstannen und diskutierte die Möglichkeiten wie die Pläne von Verwaltung und Rat zu beeinflussen bzw. zu verhindern seien. Im Anschluss an das Treffen gründeten sich die „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst“ (BI). Es folgten mit großer Beteiligung betroffener Bürger weitere Waldspaziergänge, Gespräche mit den Verantwortlichen, Teilnahme an dem Rosenmontagsumzug sowie weitere Aktionen (Infostände auf dem Markt, Fahrraddemo, Vernissage im Forst etc.), um das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu wecken. Letztendlich setzte sich Rat und Verwaltung über alle Einwände hinweg und beschloss den Bebauungsplan 20, in dessen Folge auf einem Teilstück des überplanten Waldes unter Polizeischutz blitzschnell die Bäume trotz Bürgerprotest gefällt wurden. Da alle Proteste verhallten, wurden von engagierten Bürgern mit finanzieller Unterstützung der BI die Verwaltungsgerichte bemüht und letztendlich Normenkontrollklagen gegen die Bebauungspläne 19 („Entlastungsstraße“) und 20 beim Oberverwaltungsgericht eingereicht. Ende 2012 entschied das OVG und erklärte den B-Plan 20 für nichtig auf Grund formeller Fehler aber auch wegen  grober inhaltlicher Mängel z. B. bei den Ersatz- / Ausgleichsmaßnahmen. Anschließend gab es immer wieder Gespräche zwischen BI und der inzwischen gewechselten Verwaltungsführung.

Nach einigen Jahren des Stillstandes äußerte die BP den Wunsch auf der 2009 gerodeten  Fläche ein von der Produktion räumlich getrenntes Verwaltungsgebäude zu errichten. Die Stadtverwaltung beabsichtigte  daraufhin, als Kompromiss, die Pläne so zu ändern, dass der Restwald bis auf einen Streifen entlang der Bahn für ein mögliches weites Langzuggleis  aus dem Bebauungsplan herausgelöst würde. Innerhalb der BI wurden diese Pläne heftig diskutiert und schließlich zähneknirschend Zustimmung signalisiert, unter der Voraussetzung, dass auch der Flächennutzungsplan entsprechend geändert wird. Obwohl das Letztere bis heute nicht geschehen ist verzichtete die BI auf eine erneute Normenkontrollklage in der Hoffnung, dass  kein weiterer Wald gerodet wird, wohl wissend, dass sie nur die mündlichen Zusagen von Mehrheitsfraktion und OB Krone für den Erhalt des Restwaldes hat, was Juristen allerdings als wertlos ansehen.

So sieht sich die BI heute nach 10 Jahren als Beobachter und Hüter dieses „Burgfriedens“ im Altenlingener Forst. Die Mitglieder treffen sich weiterhin jeden zweiten Dienstag im Monat um zukünftigen, evtl. negativen Entwicklungen rechtzeitig entgegenwirken zu können und beobachten das weitere Geschehen in Altenlingener Forst (Forstmaßnahmen, Wegezustand, etc.).  Der Erhalt des noch stehenden Waldes ist unser Anliegen.

Interessierte Mitbürger sind herzlich zu diesen Treffen eingeladen. Weitere Informationen sind unter „  http://www.Proaltenlingenerforst.wordpress.com“ zu finden.

Veröffentlicht wurde am 16.Febr.2019 im LT bedauerlicherweise nur eine sehr stark gekürzte und „dekontaminierte“ Version:

2018 geht zu Ende, 2019 liegt vor uns

Liebe Mitglieder und Unterstützer der „Bürgerinitative Pro Altenlingener Forst e.V.“

Der Vorstand der BI wünscht Euch / Ihnen ein

frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2019.

Möge es unserem Wald nur Gutes bringen.

Unser nächstes Treffen findet statt:

Dienstag 08. Januar 2019, 20:00 in Bürgerhaus HKT, Jägerstr.

P.s.
Gute Nachricht: die durch die Dürre sehr dezimierten Neuanpflanzungen wurden bzw. werden z.Z. von den Landesforsten nachgepfanzt.

 

Wälder für Agrarministerin kein Spekulationsobjekt

Per Zufall fand ich diese Pressemitteilung.
Leider kommt diese Erkenntnis für den Al Forst 13 Jahre zu spät!

Wälder für Agrarministerin kein Spekulationsobjekt

16.04.2018, 09:39 Uhr | dpa

 Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast will die Waldgebiete der Landesforsten erhalten oder sogar wachsen lassen. „Unser Landeswaldflächen werden nicht zum Spekulationsobjekt“, sagte Otte-Kinast der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Großteil der niedersächsischen Waldflächen ist in Privatbesitz. Nur 28 Prozent gehören den Landesforsten, 59 Prozent sind in privater Hand. Die Wälder bedecken eine Fläche von landesweit gut 1,2 Millionen Hektar, nur in Bayern und Baden-Württemberg sind es mehr.

Laut Bundeswaldinventur von 2012 habe die Gesamtwaldfläche in Niedersachsen seit 2002 um 12 000 Hektar zugenommen, teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums mit. Das sei der bundesweite Spitzenplatz. Der Zuwachs sei auch durch Projekte der Landesforsten zur Aufforstung von Öd- und Grünlandflächen entstanden.

Die Verkaufspreise sind unterdessen gesunken. Bei Waldverkäufen ab einem Hektar sei der mittlere Kaufpreis 2016 um etwa 4 Prozent auf 1,25 Euro pro Quadratmeter zurückgegangen, sagte die Sprecherin und berief sich dabei auf den Landesgrundstücksmarktbericht 2017. Forstwirtschaftlich genutzte Flächen machten danach an den Verkäufen lediglich 10,8 Prozent aus. Damit habe sich der rückläufige Trend in dem Bereich weiter fortgesetzt.

 

Februartreffen

Das Februartreffen der Mitglieder der „BI Pro Altenlingener Forst e.V.“ findet statt am:

 Dienstag, 13. Februar 2018, 20:00

im „Bürgerhaus Heukampstannen“, Jägerstr.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen

Rainer Schäfer
(1. Vors.)