Weihnachtsgrüße

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer der „BI Pro Altenlingener Forst e.V.“

Ihnen / Euch und Ihren /Euren Familien wünschen wir

eine harmonische Adventszeit,

ein frohes Weihnachtsfest

und

ein gutes, erfolgreiches Neues Jahr 2018!

Wie besprochen fällt unser Treffen im Dezember aus.

Das nächste Mal treffen wir uns also am Dienstag, 09. Januar 2018 wie gewohnt um 20:00 im Bürgerhaus HKT, Jägerstr.

 

 

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Sonntagsspaziergang der Bürgerinitiative „ Pro Altenlingener Forst“ 06. August 2017

Pressemitteilung

Bei Sonnenschein fanden sich etwa zwanzig Interessierte am vergangenen Sonntag zu dem angekündigten Spaziergang durch den Altenlingener Forst ein. Die Bürgerinitiative setzt  sich seit Jahren für den Erhalt dieses  Waldes ein und vor Ort sollte sein jetziger Zustand betrachtet sowie ein Ausblick hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen gegeben werden.

Vom Treffpunkt  „Wertstoffhof am Schwarzen Weg“  aus ging es in Richtung der Straße „Im Brooke“ vorbei an Ausgleichsflächen, die 2006 und Anfang 2017 seitens der Stadt Lingen neu mit Eichen und Buchen aufgeforstet wurden. Hier erläuterte der begleitende Forstbeamte die Methodik der Aufforstung. Auch wurde dort an den verschiedenen Wachstumsstufen deutlich, dass es in Abhängigkeit von den Baumarten mindestens ein bis zwei Generationen (25-50 Jahre) dauert, bevor man von einem Wald sprechen kann. In diesem Zusammenhang wurde auf die z.Zt. stattfindenden Forstarbeiten  und die sich anschließende Wiederbepflanzung im Altenlingener Forst mit Laubbäumen und Douglasien hingewiesen.

Weiter ging es über die Straße „Im Brooke“ durch überwachsene Wege zu der jüngst entkusselten Ausgleichsfäche zur Schaffung eines Ersatzhabitats für die beiden Vogelarten „ Heidelerche“ und  „Ziegenmelker“, die sich auf der von der BP erworben Fläche angesiedelt hatten. Im ersten Moment ein erschreckender Anblick, der an Manövergelände erinnert. Gerhard Schultz (BI-  sowie BUND-  Mitglied) erläuterte anhand von Angaben der Unteren Naturschutzbehörde Lingen den genauen Hintergrund für diese Maßnahme, die durchgeführten Rodungs- und Mulcharbeiten sowie den Vogelbesatz  heute. In der Brutsaison 2017 konnten beide Vogelarten in diesem Gebiet leider noch nicht nachgewiesen werden.

Durch jungen Kiefernbestand führte der Weg weiter zu der von der BI lange umfochtenen gerodeten Waldfläche, die Ende 2015 von der BP als Baugelände von der Stadt Lingen erworben wurde. Dort informierte Herr Schulte,  Projektverantwortlicher  der BP, anhand von Zeichnungen über den gegenwärtigen Stand der geplanten Bauvorhaben. Der  Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen. Bereits Ende 2018 sollten der geplante Büro- und der Feuerwehrtrakt bezugsfertig sein, Ende 2019 die Werkstätten und das Labor.

Da die Zeit schon fortgeschritten war und drohende Wolken aufzogen, wurde auf die Fortsetzung des Rundganges entlang der Bahngleise verzichtet und es ging auf dem selben Weg zum Ausgangspunkt zurück.

In Memoriam

am 1.August 2017 verstarb plötzlich und unerwartet unser Mitstreiter und Förderer

Herr Joachim Reul

Über die Jahre seit unserer Gründung 2009 trat Herr Reul immer wieder mit Wort und Schrift im Ortrat Altenlingen, bei den „Bürgernahen“ sowie mit Leserbriefen für den Erhalt des Altenlingener Forstes ein, dessen  Erhalt  ihm eine Herzensangelegenheit war.

Die Bürgerinitiative ist dankbar für diese langjährige Unterstützung und wird ihn in ehrendem Gedenken halten!

Unsere Mitgefühl gilt seiner Gattin sowie seiner Tochter und Familie.

Sonntagsspaziergang mit der Bürgerinitiative „Pro Altenlingener Forst“

 

Die „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst e.V.“ lädt alle Interessierten für
Sonntag 6. August 2017
wieder zu einem Sonntagsspaziergang ein.

Treffpunkt ist der Eingang zum Wertstoffhof „Schwarzer Weg“, 14:30!


Mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde und des BUND, der Landesforsten und der BP Raffinerie sollen die Entwicklungen der letzten Jahre sowie der Zustand des Altenlingener Forstes vor Ort begutachtet und ein Ausblick für die nächsten Jahre gegeben werden.

Wegen der teilweise sehr überwachsenen und unebenen Wege ist geeignetes Schuhwerk und Kleidung angeraten.

Landkreis zweifelt an Rechtmäßigkeit der Fällaktion in Wachendorf – Eine interessante Wendung hin zum Schutz unserer Wälder

Der LT berichtet am 16.06.2017 :

 

LT 16.06.2017

Fällaktion: Kreis hat Zweifel an Argumentation der Stadt Lingen

 

Lingen. Der Landkreis Emsland hat „ernste Zweifel an der Argumentation der Stadt Lingen“ geäußert, was die Rechtmäßigkeit der Fällaktion in Wachendorf anbelangt.

Dort hatte die Stadt Anfang dieses Jahres elf Hektar Nadelbäume gefällt, um die noch in Teilen vorhandene kulturhistorische Heidelandschaft im ortsteil Altenlingen/Wachendorf zu erweitern. Landrat Reinhard Winter hatte im März die Abholzung kritisiert und darauf verwiesen, dass die Maßnahme der unteren Naturschutzbehörde der Stadt weder mit dem Niedersächsischen Forstamt in Ankum, noch mit dem Landkreis Emsland abgestimmt worden sei.

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Lingen ist Teil des Baudezernats. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hatte im April in einer Sitzung des Umweltausschusses erläutert, dass es für die Abholzung laut Waldgesetz keiner Genehmigung bedurft hätte, wenn die Maßnahme in einem Bebauungs- oder Flächennutzungsplan geregelt sei. „Da dies der Fall ist, ist die Stadt Lingen der Auffassung, dass wir nach Recht und Gesetz gehandelt haben“, betonte der Stadtbaurat. Der Kreis hat eine andere Sichtweise, wie Kreisbaurat Dirk Kopmeyer als zuständiger Dezernent im Interview deutlich macht.

Herr Kopmeyer, elf Hektar Nadelbäume hat die Stadt Lingen bei Wachendorf gefällt, um Platz für die Heide dort zu schaffen. Den Landkreis als Untere Waldbehörde hatte sie nicht vorher um Genehmigung gefragt. Begründung: Die Maßnahme sei bereits in einem Bebauungs- und Flächennutzungsplan geregelt. Der Kreis wollte diese Argumentation prüfen. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?

Die Maßnahme ist im Bebauungsplan dargestellt. Inwiefern diese Darstellung die Anforderungen des Niedersächsischen Waldgesetzes für eine Waldumwandlung erfüllt, ist nicht endgültig geklärt. Wir haben ernste Zweifel an der Argumentation der Stadt Lingen.

Es gibt Fachleute aus der Forstwirtschaft, die den von Naturschutzvertretern in Lingen behaupteten höheren Wert der Heide im Vergleich zum Wald abstreiten. Sie argumentieren anders und weisen dem Wald aus verschiedenen Gründen eine deutlich höhere Wertigkeit zu. Welche Auffassung hat der Landkreis Emsland als Untere Waldbehörde?

Die ökologische Wertigkeit von Wäldern, insbesondere von Laubwäldern, ist genauso so hoch wie die von Heideflächen. Beide sind – nimmt man die Einstufung der Biotoptypen nach Werteinheiten – von hoher beziehungsweise besonderer Bedeutung für Natur und Landschaft. Daher verbietet sich eine pauschale Festlegung. Hier ist der Einzelfall zu bewerten. Letztlich ist dies aber auch nachrangig zu betrachten, denn: Ist eine Umwandlung einer Waldfläche geplant, muss vor allen Maßnahmen eine Abwägung aller Merkmale erfolgen.

Wer als Bürger mit einzelnen Bäumen auf seinem Grundstück so umgeht wie die Stadt Lingen im großen Stil in Wachendorf – ohne weitere behördliche Rücksprache oder Genehmigung – muss mit hohen Strafen rechnen. Sehen Sie da Argumentationsprobleme auf die Kommune zukommen, wenn ein Bürger künftig Fakten mit der Motorsäge schaffen will?

Für den Landkreis, die Städte und Gemeinden gelten – unabhängig von der Fragestellung – die Maßstäbe, die sie von ihren Bürgern verlangen. Auch wir müssen nach Recht und Gesetz handeln. Darüber hinaus haben wir als Kommune Vorbildfunktion.

Der Landkreis Emsland als Untere Waldbehörde hat sich offengehalten, ob er eine zumindest teilweise Wiederaufforstung auf dem abgeholzten Areal anordnen wird oder ob er eine nachträgliche Genehmigung ausspricht. Dies würde eine Ersatzaufforstung an anderer Stelle möglich machen. Gibt es schon eine Entscheidung?

Nein. Wir haben die Grundstücksgesellschaft der Stadt Lingen in der Sache offiziell angehört. Eine Rückmeldung der Stadt dazu steht noch aus.