In Memoriam

am 1.August 2017 verstarb plötzlich und unerwartet unser Mitstreiter und Förderer

Herr Joachim Reul

Über die Jahre seit unserer Gründung 2009 trat Herr Reul immer wieder mit Wort und Schrift im Ortrat Altenlingen, bei den „Bürgernahen“ sowie mit Leserbriefen für den Erhalt des Altenlingener Forstes ein, dessen  Erhalt  ihm eine Herzensangelegenheit war.

Die Bürgerinitiative ist dankbar für diese langjährige Unterstützung und wird ihn in ehrendem Gedenken halten!

Unsere Mitgefühl gilt seiner Gattin sowie seiner Tochter und Familie.

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Landkreis zweifelt an Rechtmäßigkeit der Fällaktion in Wachendorf – Eine interessante Wendung hin zum Schutz unserer Wälder

Der LT berichtet am 16.06.2017 :

 

LT 16.06.2017

Fällaktion: Kreis hat Zweifel an Argumentation der Stadt Lingen

 

Lingen. Der Landkreis Emsland hat „ernste Zweifel an der Argumentation der Stadt Lingen“ geäußert, was die Rechtmäßigkeit der Fällaktion in Wachendorf anbelangt.

Dort hatte die Stadt Anfang dieses Jahres elf Hektar Nadelbäume gefällt, um die noch in Teilen vorhandene kulturhistorische Heidelandschaft im ortsteil Altenlingen/Wachendorf zu erweitern. Landrat Reinhard Winter hatte im März die Abholzung kritisiert und darauf verwiesen, dass die Maßnahme der unteren Naturschutzbehörde der Stadt weder mit dem Niedersächsischen Forstamt in Ankum, noch mit dem Landkreis Emsland abgestimmt worden sei.

Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Lingen ist Teil des Baudezernats. Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hatte im April in einer Sitzung des Umweltausschusses erläutert, dass es für die Abholzung laut Waldgesetz keiner Genehmigung bedurft hätte, wenn die Maßnahme in einem Bebauungs- oder Flächennutzungsplan geregelt sei. „Da dies der Fall ist, ist die Stadt Lingen der Auffassung, dass wir nach Recht und Gesetz gehandelt haben“, betonte der Stadtbaurat. Der Kreis hat eine andere Sichtweise, wie Kreisbaurat Dirk Kopmeyer als zuständiger Dezernent im Interview deutlich macht.

Herr Kopmeyer, elf Hektar Nadelbäume hat die Stadt Lingen bei Wachendorf gefällt, um Platz für die Heide dort zu schaffen. Den Landkreis als Untere Waldbehörde hatte sie nicht vorher um Genehmigung gefragt. Begründung: Die Maßnahme sei bereits in einem Bebauungs- und Flächennutzungsplan geregelt. Der Kreis wollte diese Argumentation prüfen. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?

Die Maßnahme ist im Bebauungsplan dargestellt. Inwiefern diese Darstellung die Anforderungen des Niedersächsischen Waldgesetzes für eine Waldumwandlung erfüllt, ist nicht endgültig geklärt. Wir haben ernste Zweifel an der Argumentation der Stadt Lingen.

Es gibt Fachleute aus der Forstwirtschaft, die den von Naturschutzvertretern in Lingen behaupteten höheren Wert der Heide im Vergleich zum Wald abstreiten. Sie argumentieren anders und weisen dem Wald aus verschiedenen Gründen eine deutlich höhere Wertigkeit zu. Welche Auffassung hat der Landkreis Emsland als Untere Waldbehörde?

Die ökologische Wertigkeit von Wäldern, insbesondere von Laubwäldern, ist genauso so hoch wie die von Heideflächen. Beide sind – nimmt man die Einstufung der Biotoptypen nach Werteinheiten – von hoher beziehungsweise besonderer Bedeutung für Natur und Landschaft. Daher verbietet sich eine pauschale Festlegung. Hier ist der Einzelfall zu bewerten. Letztlich ist dies aber auch nachrangig zu betrachten, denn: Ist eine Umwandlung einer Waldfläche geplant, muss vor allen Maßnahmen eine Abwägung aller Merkmale erfolgen.

Wer als Bürger mit einzelnen Bäumen auf seinem Grundstück so umgeht wie die Stadt Lingen im großen Stil in Wachendorf – ohne weitere behördliche Rücksprache oder Genehmigung – muss mit hohen Strafen rechnen. Sehen Sie da Argumentationsprobleme auf die Kommune zukommen, wenn ein Bürger künftig Fakten mit der Motorsäge schaffen will?

Für den Landkreis, die Städte und Gemeinden gelten – unabhängig von der Fragestellung – die Maßstäbe, die sie von ihren Bürgern verlangen. Auch wir müssen nach Recht und Gesetz handeln. Darüber hinaus haben wir als Kommune Vorbildfunktion.

Der Landkreis Emsland als Untere Waldbehörde hat sich offengehalten, ob er eine zumindest teilweise Wiederaufforstung auf dem abgeholzten Areal anordnen wird oder ob er eine nachträgliche Genehmigung ausspricht. Dies würde eine Ersatzaufforstung an anderer Stelle möglich machen. Gibt es schon eine Entscheidung?

Nein. Wir haben die Grundstücksgesellschaft der Stadt Lingen in der Sache offiziell angehört. Eine Rückmeldung der Stadt dazu steht noch aus.

Naturschutzbund will mehr Urwälder in Deutschland

Umwelt  

Naturschutzbund will mehr Urwälder in Deutschland

13.06.2017, 11:28 Uhr | dpa

 

  • Deutschland soll deutlich mehr Urwälder bekommen. Das fordert die Naturschutzorganisation Nabu. Bis 2020 müsse der Anteil der naturbelassenen Wälder von derzeit knapp zwei Prozent auf fünf Prozent gesteigert werden, langfristig sogar auf zehn Prozent, forderte Nabu-Waldreferent Stefan Adler am Dienstag in Göttingen. Dort startete der Naturschutzbund gemeinsam mit einem Bündnis aus Kommunen das Projekt „Speicher-Wald“.

Die Umweltschützer wollen im Rahmen ihres Projektes bei Waldbesitzern und politischen Entscheidungsträgern für mehr naturbelassene Wälder werben. Angesichts der Erderwärmung und der Zunahme von extremen Wetterlagen lohne es sich auch für Städte und Gemeinden, naturbelassene Wälder zu fördern, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

Wälder, die ihrer natürlichen Entwicklung überlassen würden, seien die Urwäldern von morgen, sagte Adler. Sie speicherten mehr Kohlenstoff als reine Wirtschaftswälder und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zudem seien Urwälder für die Artenvielfalt unentbehrlich.

Erste Maßnahme zur Ansiedlung der Heidelerche im AL Forst

Am 10 Febr. teilte die Stadt Lingen unserer 1. Vorsitzenden mit, dass in der 8 KW (20. – 25. Febr.)  die Vorbereitungen zur Ansiedlung der Heidelerche (wie anläßlich eines Gespräches am 29.09.2016 mit Hr. Schreinemacher im Beisein unseres Anwaltes angekündigt) mit der Entkusselung des Geländes eingeleitet werden.

Die betroffene Fläche ist auf dem Bild gekennzeichnet und liegt auf der 2009 gerodeten Straßentrasse.

entkusselungsflaeche-heidelerche(Anm. der Verwaltung: Die Entkusselungsarbeiten (Gehölzentnahmen zur Offenhaltung von Flächen; hier zur Verbesserung des Lebensraums der Heidelerche) werden durch einen Mitarbeiter der Naturschutzbehörde begleitet. Im November vergangenen Jahres ist Herrn Schulz [BI] nach einer entsprechenden telefonischen Rückfrage bei der Naturschutzbehörde der fachliche Hintergrund dieser Maßnahme durch Frau Schreiner erläutert worden.) 

Wie zu sehen, ist die gesamte 2009 gerodete Trasse der früheren B-Plan20 Erschließungsstraße betroffen.
Laßt uns nur hoffen, dass die Heidelerche die jahrelangen Bemühungen der Bürgerinitiative zu würdigen weiß und sich dort zum Brüten niederläßt!

Näheres zur Heidelerche unter folgendem Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelerche

heidelerche

Teilaufhebung B-Plan 20 rechtskräftig

Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt am 31.01.2017 wurde die Teilaufhebung des B-Planes 20 (Altenlingener Forst) rechtskräftig.

amtsblatt-31-01-2017

Die BI Pro Altenlingener Forst e.V. beschloß mehrheitlich  trotz nicht vollständig erfüllter Forderungen  (Änderung des Flächennutzungsplanes, Streichung des Güterverkehrszentrum (GVZ) aus dem Regionalen Raumordnungsplan, weitergehenden Schutz des verbleibenden Waldes) auf eine Klage zu verzichten!

Die BI wird auch in der Zukunft kritisch die weitere Entwicklung in diesem Bereich begleiten und wartet gespannt auf die von der Verwaltung in dem Gelände geplanten naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen.

 

Teilaufhebung des B-Planes 20

Am 25.Jan. 2017 beschloss der Rat der Stadt Lingen die Teilaufhebung des B-Plan 20 im Altenlingener Forst.

Hierzu der Link zum LT Artikel vom 27.Jan.2017

http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/841070/einstimmigkeit-im-rat-beim-altenlingener-forst

Genaueres ist der Ratsvorlage zu entnehmen:

vorlage
anlage-1
anlage-2
anlage-3

In der Anlage 3 wird weitschweifig darauf eingegangen warum die Forderungen der BI Pro Altenlingener Forst e.V. auf Änderung des Flächennutzungsplanes und Streichen des GVZ nicht so einfach durchgeführt werden können. Jeder Bürger mag sich seinen Reim daraus machen. Nach jahrelanger Erfahrung mit Verwaltung und Politik galt im Emsland doch immer: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Anzumerken ist noch, dass die Verwaltung beabsichtigt in der 2009 gerodeten Schneise zur Erschließung des südlichen Waldgebietes eine naturschutzrechtliche Ausgleichsmassnahme durchzuführen beabsichtigt, was in Praxis einem Schutz dieses Bereiches bedeuten würde.
Hier soll ein Rückzugsgebiet für die „Heidelerche“ angelegt werden.
So weit so gut oder anders formuliert: Laßt uns hoffen, dass die Heidelerche dort heimisch wird.
Denn da für die Ansiedlung das Gelände entkusselt werden muß, wird mit dieser Maßnahme auch die 2009 angelegte Strassentrasse freigehalten.

Zu dem obigen LT Artikel eine kurze Anmerkung:
Bereits nach der Zustimmung des Planungs- und Bauausschusses am 18.Jan. 2017 veröffentlichte die LT einen Artikel zu dem Thema. Allerdings war eine falsche Abbildung gewählt worden (zurückgezogener B-Plan 22 (Entwurf)). Auch wurde im Text bzgl. der geplanten Entlastungsstrasse auf den B-Plan 22 verwiesen. Richtigerweise muss dies B-Plan 19 heißen. D.h. nur die Abbildung vom 27. Jan. ist korrekt.
bild-teilaufhebung
B-Plan 20 nach Teilaufhebung

Erstaunlich, dass dieser offensichtliche Fehler weder von der Verwaltung noch den politisch verantwortlichen Entscheidern moniert wurde!!

Zum Thema B-Plan 19 (Entlastungsstrasse) muss von Seiten der BI Pro Altenlingener Forst e.V. festgestellt werden, dass der OB und die Verwaltung zwar sagen „die Straße kommt nicht!“ aber nicht bereit sind, diesen B-Plan 19 zurückzuziehen.
Berücksichtigt man realistischerweise die Intentionen, Bestrebungen und Pläne des Landkreises, den Ausbau des Dortmund-Ems Kanals voranzutreiben, so muss leider damit gerechnet werden, dass im Zuge der Kanalbrückenerneuerung mit der „Entlastungsstraße“ zu rechnen ist, mit all den damit verbundenen Belastungen der Bewohner des nördlichen Altenlingens. Zwar nicht morgen, aber spätestens in der zweiten Hälfte der 2020 iger muss der kritische Altenlingener Bürger mit dieser negativen Entwicklung der Lebensqualität in seinem Quartier rechnen.

 

Frohe Weihnachten

Jeder Mensch ist ein Original.

Gott hat auch dich so geschaffen und gewollt, wie du bist.

Du bist unverwechselbar und einmalig.

Dazu gibt es den wunderbaren Satz:

„Sei einfach du, denn die anderen gibt es schon“.

(aus: Bardeler Adventsmeditationen 2016)

 

Liebes Mitglied der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst e.V. , und Freunde, denen der Erhalt der Natur eine Herzensangelegenheit ist.

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und wir blicken auf ein Jahr zurück, das für uns sehr ereignisreich und zugleich mühevoll war, aber noch nicht zufriedenstellend ist. Daher werden wir auch im nächsten Jahr noch viel Energie aufwenden müssen, um unserem Anspruch als „Anwalt des Waldes“ gerecht zu werden.

Die Adventszeit geht ihrem Ende entgegen und die Weihnachtsfeiertage sind greifbar nahe. Vorfreude macht sich breit, die Vorbereitungen für den Heiligen Abend sind schon fest geplant, der Weihnachtsbaum ist längst gekauft und innere Ruhe kehrt ein.

So wünscht man sich Weihnachten, aber nicht überall geht dieser Plan auf.

Ich wünsche Dir/Euch und Deiner/Euren Familie/n frohe Weihnachten, einen guten Start in das neue Jahr 2017 und dass alle guten Vorsätze recht bald auf den Weg gebracht werden.

Gerda Siebert

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Der Vorstand der Bürgerinitiative Pro Altenlingenerforst e.V. wünscht allen Mitgliedern und Unterstützern

Ein gesegnetes Weihnachtsfest

und

Ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2017!

Wir hoffen, dass  die Stadt Lingen und der Rat  2017 fristgerecht die zugesagten Beschlüsse bzgl. des BPlanes 20 fasst und weitere naturschutzrechtliche Massnahmen zum Schutz des Waldes zwischen Waldstr. und Bahnlinie, der Straße „Im Brooke“ sowie dem Hohenpfortenweg einleitet.

Wir möchten allen Mitstreitern für ihr Engagement sowie die moralische und finanzielle Unterstützung danken! Ohne Sie wäre unsere Arbeit und unser Widerstand nicht möglich gewesen.

Danke

Der Vorstand