Unser Bestreben

Unser Anliegen

Im Jahr 2009 beschloss der Lingener Rat die Bebauungspläne „Altenlingen 19 und 20“. Damit sollte die Entwicklung eines Gewerbe- und Industriegebietes im Wald zwischen Waldstraße und Bahn sowie der Bau einer Umgehungsstraße von der Ulanenstraße bis zum Dortmund-Emskanal (mit der Absicht die Straße später bis zur Wachendorfer Emsbrücke weiterzuführen) ermöglicht werden. Die sofortig durchgeführte Rodung von 6,1 ha des Schutzwaldes führte zu heftigen Protesten der Bürger aus Altenlingen und Heukampstannen. Dies war die Geburtsstunde der „BI Altenlingener Forst“ (BI PAF). Da Gespräche mit der Stadt fruchtlos blieben und die Stadt auf der Ausweisung der Industriegebiete sowie der Umgehungsstraße bestand reichte die BI PAF Normenkontrollklagen gegen diese beiden Bebauungspläne ein. Ein Novum in Lingen. Unbeirrt von der Klage ließ die Stadtverwaltung Versorgungsleitungen aber noch in das geplante Industriegebiet verlegen.

Die Klage gegen den Bebauungsplan 19 (Umgehungsstraße) wurde Ende 2012 wegen Abwesenheit des Klägers ohne weitergehende Verhandlung abgewiesen. Der Bebauungsplan 20 wurde jedoch für nichtig erklärt, da er formal nicht korrekt ausgefertigt wurde aber auch da einige der Ausgleichs-/Ersatzmaßnahmen als unzureichend bzw. gesetzumgehend erkannt wurden. Erwähnenswert ist, dass der Bebauungsplan 19 die gleichen formalen und sachlichen Fehler enthält.

Danach begann eine Zeit der Ruhe, bevor Ende 2015 eine sog. Heilung des Bebauungsplanes 20 mit anschließender Reduktion der Fläche in Angriff genommen wurde, um der BP Raffinerie den Bau eines Verwaltungsgebäudes mit Labor, Werkstätten und Feuerwehrstützpunkt zu ermöglichen, sowie die Option für ein sog. Langzuggleis aufrechtzuerhalten. Die BI PAF drohte damals der Stadt mit einer erneuten Normenkontrollklage und forderte für eine Zustimmung zu diesen Vorgehen unter anderem die Änderung des Flächennutzungsplanes (herausnehmen der verbleibenden Waldfläche).  Obwohl dies bis heute nicht geschehen ist verzichtete die BI PAF auf weitere Rechtsmittel und ermöglichte den Neubau des BP Gebäudes, da sie befürchtete, dass der Neubau an  anderer Stelle in noch bestehendem Wald realisiert werden könnte.

Darum ist es uns umso wichtiger den heute noch bestehenden Altenlingener Forst in seiner verbliebenen Gänze zu erhalten. Dies ist unser Apell an Verwaltung, Stadtrat, Landesforsten und die BP Raffinerie als Eigentümer des Altenlingener Forstes. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen beschloss die BI PAF sich langfristig zu etablieren und ließ sich als eingetragener Verein eintragen.

Besondere Brisanz hat dieses Thema auch in Bezug auf die aktuelle Diskussion über Klimaschutz  nicht nur unter Jugendlichen (Fridays for Future), sondern auch in der breiten Öffentlichkeit und nun endlich auch in der „großen Politik“. Das durch Niederschlagsmangel und Schädlingsbefall verursachte großflächige Waldsterben verdeutlicht umso mehr den notwendigen Schutz der Wälder. Das Wiederaufforsten dieser Flächen wird mangels finanzieller Ressourcen schwer und langwierig sein. Wie mühsam dies ist kann man in Altenlingener Forst beobachten. Auch ist fraglich in wie weit diese Wiederaufforstung erfolgreich ist. Ja und wie lange dauert es, bis dann so ein Setzling in größerem Maße wieder das CO2 Speichervermögen der Vorgänger-generation erreicht hat?

Darum gilt es heute sämtliche noch existierende Waldflächen zu erhalten. Das gilt auch für Flächen die in bereits bestehenden Planungen zur Nutzung für gewerblichen und bauliche Zwecke überplant wurden.

Erhaltet unseren Wald um auch in der Zukunft ein lebenswertes Umfeld zu haben!

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