Naturschutzbund will mehr Urwälder in Deutschland

Umwelt  

Naturschutzbund will mehr Urwälder in Deutschland

13.06.2017, 11:28 Uhr | dpa

 

  • Deutschland soll deutlich mehr Urwälder bekommen. Das fordert die Naturschutzorganisation Nabu. Bis 2020 müsse der Anteil der naturbelassenen Wälder von derzeit knapp zwei Prozent auf fünf Prozent gesteigert werden, langfristig sogar auf zehn Prozent, forderte Nabu-Waldreferent Stefan Adler am Dienstag in Göttingen. Dort startete der Naturschutzbund gemeinsam mit einem Bündnis aus Kommunen das Projekt „Speicher-Wald“.

Die Umweltschützer wollen im Rahmen ihres Projektes bei Waldbesitzern und politischen Entscheidungsträgern für mehr naturbelassene Wälder werben. Angesichts der Erderwärmung und der Zunahme von extremen Wetterlagen lohne es sich auch für Städte und Gemeinden, naturbelassene Wälder zu fördern, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

Wälder, die ihrer natürlichen Entwicklung überlassen würden, seien die Urwäldern von morgen, sagte Adler. Sie speicherten mehr Kohlenstoff als reine Wirtschaftswälder und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zudem seien Urwälder für die Artenvielfalt unentbehrlich.

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Fällaktion in Wachendorf

Ein Kommentar von Bernd M. zur Fällaktion in Wachendorf:

Baumfällarbeiten in Wachendorf!
Wie Ortsbürgermeister Koop mitteilt, werden auf Veranlassung der Stadt Lingen (Ems) ab dem morgigen Mittwoch Gehölzfällarbeiten in Wachendorf durchgeführt werden. Diese Arbeiten finden innerhalb einer Waldfläche unmittelbar nördlich des Naturschutzgebietes statt.Die Fläche soll zu einer Heidelandschaft / Sandmagerrasen entwickelt werden und dient als Ausgleichsmaßnahme im Zusammenhang mit der Herrichtung und Bebauung einer Teilfläche (durch die BP) im B-Plan Nr. 20 „Logistikzentrum an der Raffinerie – südliche Erweiterung“, zum anderen dient die Maßnahme als Ersatzfläche für Eingriffe durch vorgenannten B-Plan. Das anfallende Stammholz wird verwertet und das anfallende Kopfholz wird geschreddert und abgefahren

Vielleicht müsste darüber mal in der Tagespost berichtet werden. 11 ha abforsten zum Naturschutz! Ein Unding.

Inzwischen wurde ausführlich in der LT berichtet. Über das Vernichten von Wald zur Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen läßt sich trefflich streiten.

Als Gleichung lautet das folgendermaßen:

Waldverlust in Altenlingen + Waldverlust in Wachendorf =
Heide & Magerrasengewinn in Wachendorf

Geht diese Gleichung auf???

Ja die Gleichung geht auf wenn man Wertigkeitsfaktoren den verschiedenen Flächen zuordnet! Warum wird so etwas derbreiten Öffentlichkeit nicht vernünftig kommuniziert.

Ergänzung zum vorherigen Blog

Bzgl des Hintergrundes für die vorher beschriebenen Maßnahmen teilte uns die Stadt Lingen folgendes mit:

„Die Entkusselungsfläche bzw. -arbeiten sind Bestandteil einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung im Zusammenhang mit der Herrichtung und Bebauung einer Teilfläche im B-Plan Nr. 20 (neu). In dieser Ausnahmegenehmigung ist u. a. festgelegt, dass die Artenschutzausgleichsfläche dauerhaft zu pflegen und zu erhalten ist. Der artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungsbescheid ist rechtsverbindlich.“

Erste Maßnahme zur Ansiedlung der Heidelerche im AL Forst

Am 10 Febr. teilte die Stadt Lingen unserer 1. Vorsitzenden mit, dass in der 8 KW (20. – 25. Febr.)  die Vorbereitungen zur Ansiedlung der Heidelerche (wie anläßlich eines Gespräches am 29.09.2016 mit Hr. Schreinemacher im Beisein unseres Anwaltes angekündigt) mit der Entkusselung des Geländes eingeleitet werden.

Die betroffene Fläche ist auf dem Bild gekennzeichnet und liegt auf der 2009 gerodeten Straßentrasse.

entkusselungsflaeche-heidelerche(Anm. der Verwaltung: Die Entkusselungsarbeiten (Gehölzentnahmen zur Offenhaltung von Flächen; hier zur Verbesserung des Lebensraums der Heidelerche) werden durch einen Mitarbeiter der Naturschutzbehörde begleitet. Im November vergangenen Jahres ist Herrn Schulz [BI] nach einer entsprechenden telefonischen Rückfrage bei der Naturschutzbehörde der fachliche Hintergrund dieser Maßnahme durch Frau Schreiner erläutert worden.) 

Wie zu sehen, ist die gesamte 2009 gerodete Trasse der früheren B-Plan20 Erschließungsstraße betroffen.
Laßt uns nur hoffen, dass die Heidelerche die jahrelangen Bemühungen der Bürgerinitiative zu würdigen weiß und sich dort zum Brüten niederläßt!

Näheres zur Heidelerche unter folgendem Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelerche

heidelerche

Teilaufhebung B-Plan 20 rechtskräftig

Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt am 31.01.2017 wurde die Teilaufhebung des B-Planes 20 (Altenlingener Forst) rechtskräftig.

amtsblatt-31-01-2017

Die BI Pro Altenlingener Forst e.V. beschloß mehrheitlich  trotz nicht vollständig erfüllter Forderungen  (Änderung des Flächennutzungsplanes, Streichung des Güterverkehrszentrum (GVZ) aus dem Regionalen Raumordnungsplan, weitergehenden Schutz des verbleibenden Waldes) auf eine Klage zu verzichten!

Die BI wird auch in der Zukunft kritisch die weitere Entwicklung in diesem Bereich begleiten und wartet gespannt auf die von der Verwaltung in dem Gelände geplanten naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen.